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02.02.2010

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Ringhotels investieren 20 Millionen Euro

Für Modernisierungen und bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter wollen die Ringhotels in diesem Jahr viel Geld ausgeben. Dadurch soll die Hotellerie als Arbeitgeber attraktiver und der Mitarbeiterstamm gebunden werden. Von allen Investitionsmaßnahmen profitiert der Gast, denn das Preis-Leistungsverhältnis und die Servicequalität werden weiter gesteigert, bilanzieren die Ringhotels. Unter dem Dach der Ringhotels sind deutschlandweit rund 130 Beherbergungsbetriebe organisiert. Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro wurden jetzt publik gemacht nach der Auswertung einer internen Mitgliederbefragung der Kooperation.

Die Mitarbeiter im Mittelpunkt: die Ringhotels wollen 2010 vor allem in die "Software" investieren, um Personal zu halten und das Image der Branche zu verbessern.

München | Die Frage nach der wirtschaftlichen Entwicklung in der Hotellerie ist präsenter denn je, nachdem die Mehrwertsteueranpassung für die deutsche Hotelbranche an das europäische Niveau stattgefunden hat. Die Ringhotels nutzen diese Ersparnis für Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Erweiterungen – einerseits. Andererseits stehen die Mitarbeiter im Fokus und die Steuerersparnis gewährleistet Arbeitsplatzsicherung, verstärkte Schulungen sowie ein verbessertes Gehaltsgefüge, um die Hotelsparte als attraktiven Arbeitgeber zu gestalten. Einige Ringhotels geben die Senkung der Mehrwertsteuer aber auch direkt an ihre Gäste weiter: Sei es mit einem reduzierten Zimmerpreis oder mit kostenlosen Serviceleistungen.

„Als Folge der stetigen Investitionen in Renovierungen und das Personal entsteht ein Mehrwert für den Gast, der nun einem größtenteils gesunkenen bis konstanten Zimmerpreis gegenüber steht und ein kundenfreundliches Preis-Leistungs-Verhältnis bewirkt“ sagt Susanne Weiss, Geschäftsführender Vorstand Ringhotels. „Vergessen werden darf dabei nicht, dass dieser gesunkene bis konstante Preis einem gestiegenen Kostenblock der Energiepreise sowie GEMA und GEZ Gebühren gegenüber steht, die vom Hotelier zu entrichten sind und in Deutschland im europäischen Vergleich um 50 bis 100 Prozent höher sind,“ so Susanne Weiss.

Renovierungen:

Es wird ersichtlich, dass eine Mehrzahl der Ringhotels den Großteil der Steuerersparnis für Investitionen oder die Tilgung von bestehenden Investitionsdarlehen für die Instandsetzung des Hotels verwendet. Wobei in allen Fällen die Summe der geplanten Investitionen bei weitem die Ersparnis durch die Mehrwertsteuerreduzierung übersteigt. Denn die Umfrage zeigt: Durchschnittlich werden pro Ringhotel circa 150.000 Euro investiert. Dies ergibt ein Gesamt-Investitionsvolumen der Kooperation von circa 20 Millionen Euro.

Bei der Berechnung des Steuerausfalls von einer Milliarde Euro für die Bundesrepublik bleibt zu bedenken, dass bei 44.812 Beherbergungsbetrieben in Deutschland 2010 jeder Betrieb 22.315 Euro investieren müsste, damit der Steuerausfall zurück in den Wirtschaftskreislauf fließt und einen Aufschwung induzieren kann. Am Beispiel Ringhotels zeigt sich, dass bereits die Investitionssumme dieser mittelständischen Hotelgruppe um mehr als das sechsfache höher ist.

Kurzfristig wird in vielen Ringhotels die Detailausstattung erneuert. So zum Beispiel Möbel, Teppiche, Beleuchtung, Zimmersafes, Gardinen, Oberbetten, Kopfkissen, Flat-TV Screens. Mittelfristig, das heißt im Laufe 2010, werden in fast allen Ringhotels Bäder und Zimmer renoviert, Tagungs- oder Wellnessbereiche erneuert oder erweitert, eine neue Kücheneinrichtung angeschafft oder die Außenfassade erneuert.

In neue Energiekonzepte bzw. nachhaltigere Technik wie eine Solaranlage/Fotovoltaik oder Heizanlage investieren unter anderem das Ringhotel Die Gams in Beilngries, das Ringhotel am See in Grevesmühlen, das Ringhotel Heilbronn in Heilbronn, das Ringhotel Strandblick in Kühlungsborn oder das Ringhotel Jensen in Lübeck.

Preissenkung/Zusatzleistungen:

Trotz im Krisenjahr 2009 gesunkener Zimmerraten geben einige Ringhotels eine leichte Preissenkung direkt an die Gäste weiter. Im Firmensegment hat sogar die Mehrzahl der Ringhotels die Preise reduziert. Viele Ringhotels, die ihre Preise konstant halten, bieten den Gästen erweiterte Leistungen für den gleichen Preis. So gibt es im Ringhotel Paulsen in Zeven kostenfrei Mineralwasser auf den Zimmern sowie W-LAN Zugang gratis. Das Ringhotel Zum Goldenen Ochsen in Stockach bietet seinen Gästen eine Gratiszeitung und die kostenfreie Minibarnutzung. Im Ringhotel Gasthof Hasen in Herrenberg wird durch eine Kombination von Preissenkung um zwei Euro, kostenfreiem W-Lan und einem „Frühstück to go“ für nur fünf Euro eine Gesamtersparnis für den Gast erzielt.

Nur in Einzelfällen, wo Investitionsvolumen von weit über eine Millionen für Renovierung und Erweiterung geplant sind und somit dem Gast ein komplett neues Hotelkonzept geboten wird, ist eine leichte Anhebung der Preise angedacht.

Personal:

Weitere Anteile der Ersparnis aus der Mehrwertsteuerreduzierung werden für den Personalkostenblock zum Beispiel für eine Prämienzahlung, die betriebliche Altersversorgung oder besondere Schulungsmaßnahmen der Mitarbeiter bereitgestellt. Wobei in einigen Ringhotels zunächst die Arbeitsplatzsicherung an erster Stelle steht. „Uns liegt sehr viel daran, unseren Mitarbeitern einen attraktiven Arbeitsplatz zu bieten. Dies schaffen wir durch gute Arbeits- und Gehaltsbedingungen“, sagt Susanne Ostler, Chefin im Ringhotel Celler Tor in Celle und Vizepräsidentin der Hotelkooperation. Auch Stefan Mönch, Inhaber des Ringhotel Mönchs Waldhotel in Unterreichenbach, ist es wichtig, einen festen Mitarbeiterstamm zu halten, um die Servicequalität zu garantieren.

In die betriebliche Altersversorgung für alle festangestellten Mitarbeiter investiert beispielsweise die Familie Wagner vom Ringhotel Schlossberg in Neustadt/Orla. Erhöhte Sonderzahlungen wie Prämien und Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter gibt es im Ringhotel Teutoburger Wald in Tecklenburg, im Ringhotel Voss in Westerstede und im Ringhotel Ahrensburg im Hamburger Raum um nur einige zu nennen. Neueinstellungen sind im Ringhotel Schwarzwald-Hotel Silberkönig im Zweitälerland und im Ringhotel Wassersleben in Flensburg ab dem Frühjahr geplant. „Wir möchten vier bis sechs neue Mitarbeiter im Servicebereich und in der Küche einstellen“, so Véronique Schmüser, Inhaberin im Ringhotel in Flensburg. Zwölf neue Arbeitsplätze sollen aufgrund einer großzügigen Erweiterung des Spa & Wellnessbereiches im Ringhotel Strandblick in Kühlungsborn entstehen.

Eine andere Alternative wählt das Ringhotel Waldhotel Eiche in Burg. „Durch die Alleinlage im Spreewald ist unser Hotel fast nur mit dem PKW zu erreichen“, sagt Geschäftsführer Rolf Seidel. Daher sollen die Mitarbeiter ab Mai 2010 mit Tankgutscheinen belohnt werden.

Die Hotelkooperation der Ringhotels, 1973 gegründet, vereinigt deutschlandweit rund 130 Ringhotels im vier und gehobenen drei Sterne Bereich. Zur Riege der "Gast im Schloss-Ringhotels" zählen zehn historische Herrenhäuser. Professionelle Tagungshotels ebenso wie familienfreundliche Ferienhotels, moderne Wellness-Oasen und Cityhotels für vielfältige Städtereisen gehören zum Portfolio. Private, sehr persönliche Führung, lokaltypisches Ambiente sowie eine hervorragende Küche zeichnen die Häuser aus. Die Ringhotels sind Mitglied bei den "PHE - Pleasant Hotels Europe", einem Partnerverbund von privat geführten und mittelständischen Hotels in fünf europäischen Ländern.


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