Entscheidende Kriterien sind Schrubbergebnis, Saugleistung, eine einfache Handhabung und die komfortable Reinigung und Wartung der Maschinenkomponenten. Einfacher Sauglippen- und Bürstenwechsel, möglichst werkzeuglos, sollten gegeben sein. Auf jeden Fall sollte das Gerät intuitiv zu bedienen sein, sich einfach manövrieren lassen und möglichst leise arbeiten. Der Tank muss sich einfach befüllen und leeren, reinigen und desinfizieren lassen sowie randnahes und einfaches Reinigen unter Tischen und Werkbänken (maximale Höhe der Maschine), die kompakte Aufbewahrung sowie ein ausreichender Schrubbdruck gewährleistet sein. Vorteilhaft sind zu 100 Prozent wartungsfreie Batterien und ein integriertes Ladegerät. Ein ergonomisch ausgereifter Schubbügel mit einfacher Bedienung der Programme, der Vorwärts-Rückwärtsfahren gewährleistet, ist erforderlich. Der Bediener muss die Seiten gut einsehen können und einen freien Blick nach vorne haben. In den meisten Fällen rechnet sich bereits ab 200 bis 300 m2 der Einsatz einer kleinen Scheuersaugmaschine, deren Arbeitsbreiten zwischen 35 bis 65 cm liegen.
Wichtig ist die Verwendung der richtigen Bürste beziehungsweise des passenden Pads. Auswahlkriterien dafür sind die Bodenbeschaffenheit und das angestrebte Reinigungsergebnis. Bei sehr glatten Böden haben Tellerbürsten Vorteile, bei Fliesen und insbesondere bei strukturierten Böden und stark haftenden Verschmutzungen reinigen Walzen besser. Tellerbürsten bleiben aufgrund ihrer Form länger in Kontakt mit dem Boden und liefern gleich bleibend hohe Qualität auf Linoleum, PVC oder Stein. Auf den Bürstendecks können auch Pads eingesetzt werden, die durch ihre Beschaffenheit eine noch höhere Reinigungsleistung erzeugen. Walzenbürsten kommen auf unebenen Böden und zur Reinigung von Vertiefungen wie Fugen zum Einsatz. Sie eignen sich auch für die Reinigung von Sicherheitsfliesen. Ein integrierter Kehrgutbehälter nimmt Grobschmutz auf. Die Hersteller haben teilweise baugleiche Scheuersaugmaschinen mit Teller- oder Walzenbürsten zur Auswahl.
Für eine zuverlässige Reinigung ist die punktgenaue Dosierung des Reinigungsmittels ein entscheidendes Kriterum. Der Schutz verschiedener Bodenbeläge sowie nennenswerte Kostenaspekte spielen dabei eine Rolle. Und je genauer die Dosierung vorgenommen werden kann, umso besser ist die Umweltverträglichkeit. Es gibt dazu manuelle, stationäre oder integrierte Methoden. Manuelle Dosierung ist einfach und kostengünstig, lässt aber hohe Fehldosierungen zu. Stationäre Mischanlagen garantieren ein gleich bleibendes personenunabhängiges Mischungsverhältnis.
Kosten maschineller Reinigung
Der Anschaffungspreis des Gerätes ist nur die Spitze des Eisberges. Kosten unter anderem für Verschleißteile, Reparaturen und Lohn bis hin zum Energieverbrauch müssen berücksichtigt werden. Eine fundierte computergestützte Wirtschaftlichkeitsberechnung, in der alle Objektkriterien einfließen, vom Schmutzanfall bis zu den Reinigungsintervallen, kann erstellt werden. Rationelles Arbeiten, das beispielsweise per Einknopfbedienung für alle Arbeitsfunktionen möglich ist oder Bedienvorrichtungen, mit denen ganze Arbeitsprogramme nach Wunsch des Anwenders vor Inbetriebnahme durch den Service eingestellt, elektronisch gespeichert und auf Tastendruck in Betrieb genommen werden können, spart Zeit. Elektronische Dosiertechniken und andere Systeme helfen, Wasser und Reinigungsmittel zu sparen – bis zu 50 Prozent. Anschaffungskosten können sich allein durch diese Einsparungen amortisieren. Ausschlaggebendes Kriterium sind Personalkosten, die durch weniger Befüllvorgänge eingespart werden.
Die nachfolgende Marktübersicht zeigt acht Maschinen für unterschiedliche Ansprüche.
Annika Knudsen |